Über 200 Jahre Gut Kirchhof als landwirtschaftlicher Familienbetrieb
Das bis dahin dem Bistum
gehörende kurfürstliche „Gut zu Kirchhoff“ wurde am 14. Juli 1805 für
3222 Thaler versteigert. Eigentümer wurde Hubert Merrem aus Bernkastel, der es
seinem Sohn Johann Jakob überließ. Danach bewirtschafteten jeweils die
ältesten Söhne das Gut: zunächst dessen gleichnamiger Sohn Johann Jakob, dann
Julius, dann Franz und heute Rudolf. Somit leben jetzt Sophia und Maike als 7.
Generation der Familie auf dem Hof. Betriebliche Schwerpunkte waren im 20.
Jahrhundert in der ersten Zeit des MGV die Milchviehhaltung und die
Apfelplantagen. Vorzugsmilch wurde bis 1974 nach Wittlich frei Haustüre
geliefert, edelstes Tafelobst auch per Bahn vermarktet.
Aus dem Lohnbuch zwischen
den Weltkriegen ist ersichtlich, dass zeitweise ein bis zwei Dutzend Tagelöhner
und ständig Beschäftigte auf dem Hof arbeiteten. Für spezielle
Arbeitsbereiche wie den Apfelanbau, die Schmiede und das Melken wurden auch
Arbeitskräfte aus der Ferne angeworben.
Manche fanden hier nicht nur Arbeit, sondern auch ihr Glück. So kommt es, dass manche Altricher beim Blick auf die eigene Geschichte und Herkunft einen Bezug zum Hof finden.