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Ein
kostbares Gut in
zerbrechlichen Gefäßen...
Gedanken
zu Fronleichnam
Wir tragen ein kostbares Gut in
zerbrechlichen Gefäßen - so beschreibt der Apostel Paulus in
seinem zweiten Brief an die Gemeinde in Korinth sein Verständnis
vom Glauben an Jesus Christus.
Ja, der Glaube an Gott und konkret personal an Jesus Christus in
ein kostbares Gut geworden, das "höchste Gut", wie es
Franziskus von Assisi einmal sagte. Aber die Gefäße sind
zerbrechlich geworden. Traditionen brechen auseinander, in den
Familien wird das einfache Gebetsleben wenig gelebt - Eltern
sind ratlos und erleben ihre Jugendlichen als geistlich
desinteressiert.
Was ist eigentlich unser Schatz? Was ist das höchste Gut? Das
Fest Fronleichnam führt es uns nicht nur vor Augen, sondern lässt
es uns sogar in Händen halten: ein Stück Brot. Mehr als nur
reine Nahrung. Mehr als nur ein Symbol. Das Stück Brot in
meinen Händen deutet auf einen Gott hin, der sich hingibt aus
Liebe und dessen Hingabe sich in der einfachsten Geste der Welt
zeigt: Im Teilen von Brot.
Rainer-Matthias Müller
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