Gedankensplitter
zum
Wochenende

von Rainer-Matthias Müller

Ein kostbares Gut in
zerbrechlichen Gefäßen...


Gedanken zu Fronleichnam

Wir tragen ein kostbares Gut in zerbrechlichen Gefäßen - so beschreibt der Apostel Paulus in seinem zweiten Brief an die Gemeinde in Korinth sein Verständnis vom Glauben an Jesus Christus.

Ja, der Glaube an Gott und konkret personal an Jesus Christus in ein kostbares Gut geworden, das "höchste Gut", wie es Franziskus von Assisi einmal sagte. Aber die Gefäße sind zerbrechlich geworden. Traditionen brechen auseinander, in den Familien wird das einfache Gebetsleben wenig gelebt - Eltern sind ratlos und erleben ihre Jugendlichen als geistlich desinteressiert.

Was ist eigentlich unser Schatz? Was ist das höchste Gut? Das Fest Fronleichnam führt es uns nicht nur vor Augen, sondern lässt es uns sogar in Händen halten: ein Stück Brot. Mehr als nur reine Nahrung. Mehr als nur ein Symbol. Das Stück Brot in meinen Händen deutet auf einen Gott hin, der sich hingibt aus Liebe und dessen Hingabe sich in der einfachsten Geste der Welt zeigt: Im Teilen von Brot. 

Rainer-Matthias Müller

 

 

 


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