- ein vergessener Heiliger?
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Es zeigt die Heilung der Tochter Quirins von einem schweren Kopfleiden durch Papst Alexander 1. Quirinus war zur Zeit des römischen Kaisers Trajan, der im Jahre 111 das Christentum für illegal erklärte, Tribun von Rom. Als solcher war er für die Gefangennahme des Papstes und die Verfolgung der Christen verantwortlich. Dem Papst gelang es Quirinus vom christlichen Glauben zu überzeugen, woraufhin dieser sich mit seiner Familie und Gesinde taufen ließ. Beim Kaiser in Ungnade gefallen, musste Quirinus einen öffentlichen Schauprozess über sich ergehen lassen, bei dem er beleidigt und gefoltert wurde. Als er dennoch standhaft im Glauben blieb, wurde er letztlich enthauptet. Es ist nicht verwunderlich, dass sich die Ritter des Mittelalters diesen tapferen Mann als ihren Patron wählten und ihn hoch verehrten.
Von daher ist es durchaus anzunehmen, dass das Rittergeschlecht, welches nachweislich in Altrich existierte, aus dessen Wappen wir die 3 Kugeln im heutigen Gemeindewappen übernommen haben, die Verehrung des hl. Quirinus in Altrich praktizierte.
Die ehemalige Quirinus-Kapelle in der Qrtsmitte lässt diese Vermutung zu. Heute zeigt noch ein Fensterbild in unserer Pfarrkirche Quirinus als römischen Soldaten mit Speer und Schild. Letzteres trägt symbolisch ein rotes Kreuz. St. Quirinus wird heute in Bayern vorwiegend von der Landbevölkerung verehrt und in Sorge um die Familie, Haus und Hof, Arbeit und Schöpfung, angerufen. Fürbitten ähnlicher Art waren in früheren Jahren auch bei uns am 3. Fronleichnamsaltar zu hören, an jener Stelle, an der einst die QuirinusKapelle stand.
Eine gute Tradition die, wie ich finde, beibehalten werden sollte.
gez. Heinrich Benz
Dieser Bericht wurde im Herbst 2002 geschrieben. Pater Spanninger, ehemals Rektor des Missionshaus St. Paul in Wittlich - Wengerohr, verstarb nach langer Krankheit am 12. Januar 2003 - Hier zum Nachruf
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