|
Beiträge zur Geschichte sämtlicher Pfarreien der Diözese Trier von Dr. Philipp de Lorenzi (Domdechant und Bischöflicher
Offizial) * Die unterlegten Begriffe werden nach Mausklick näher erläutert * Pfarrei Kirchhof Ursprünglich hieß die Pfarrei nach dem Hauptort Altrich Altreie oder Altreia, Altrei. Erst 1569 wird sie Kirff (abbreviiert von Kirchhoff) oder Altrich genannt, von 1669 an nur noch Kirchhoff. Erzbischof Rotbert von Trier hatte bei Altrei eine bedeutende Besitzung (sedes nostra) und übergab im Jahre 952 von dem an dieselbe anstoßenden Herrenland dem erzstiftischen Maier Wydo einen Teil zur Anlage von Weinbergen. Die Abtei Himmerode besaß 1152 den Hof Altreia und Hart und machte 1157 mit dem Pfarrer von Altreia einen Vertrag in betreff des Zehnten von ihren im Pfarrbezirk gelegenen Gütern. Über diesen Vertrag fand mit Eberhard von Neumagen, dem Nachfolger des Pfarrers, 1179 eine weitere Verhandlung statt. Schon der Name des letztgenannten läßt vermuten, daß wir es hier nicht mit einem dienstthuenden Pfarrer, sondern mit einem Personatisten zu thun haben. Die Visitation der Pfarrei Kirff oder Altrich von 1569 hatte folgendes Ergebnis: Der Pfarrort gehörte zum Landkapitel Piesport und hatte die
jetzige Pfarrei Platten, sowie die jetzige Filiale von Clausen, Polenbach
(Polbach) zu Tochterkirchen. Kollator des Personats war der Erzbischof, Patron
der heilige Andreas. Die Pfarrkirche besaß 3 Altäre, 3 Kelche und 1 Monstranz.
Der Pleban bezahlte dem
Personatisten 40 Goldgulden als Pension und hatte dafür
alle Lasten, Subsidien und Schatzungen zu tragen. Derselbe bezog auch von 1/3
des Zehnten in Platten und Altrich 16 Malter Korn und Hafer, 1/2 Fuder Wein, 8
Fuder Heu und im Hart 4 Malter Korn und Hafer. Die Pfarrkirche zu Kirchhof, deren Chor aus dem 15. Jahrhundert, und deren Schiff aus dem Ende des 16 Jahrhundert stammt, hat 1720 einen neuen Turm erhalten. Den Altar der heiligen Barbara hat der frühere Pfarrer Wentz, dann Rektor zu Cues, 1706 als Denkmal seiner Mutter Eva Esch errichtet. Die Kirche ist noch dem heiligen Andreas geweiht und hat 3 Altäre, 2 Glocken, 2 Kelche und 1 Ciborium mit silbernen Kuppen. Die Kapelle zu Altrich ist 1720 erbaut und dem hl. Quirinius geweiht, das Oratorium zu Haardt dem hl. Bernhardus. Die Fabrik besitzt kein liegendes Gut, die Pfarrstelle dagegen 26 Morgen Land und 7 Morgen Wiesen. Der Pfarrzusatz beträgt 500 Frs. und 12 Malter Korn, 100 Zentner Heu und 60 Zentner Stroh. Das Pfarrhaus ist gut. Die Seelenzahl beläuft sich auf 720. Series der Personatisten:
Series der Plebane und Pfarrer:
|
|
|