.... ein alles überstrahlendes Licht kam in die Welt .....

Liebe Gemeinde,

wenn wir auch dieses Jahr wieder Weihnachten feiern als das Fest der Geburt Jesu – was Erlöser, Befreier und Heiland bedeutet -, dann wird dies für viele mit bangen Fragen und Unsicherheiten verbunden sein. Mussten wir doch mit ansehen und erleben, wie noch vor kurzem eine vermeintliche Sicherheit und eine gewisse Sorglosigkeit explosionsartig vernichtet wurden. Es waren nicht nur viele Menschen, die getötet wurden, und imposante Gebäude, die in Schutt und Asche fielen, sondern es wurde auch ein Traum zunichte gemacht, denn

„... die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse." (Joh 3,19). Ja, leider müssen wir zugeben, dass sich trotz 2000 Jahre christlicher Verkündigung und dem vielfältigen Bemühen unzähliger Menschen, das Böse in der Welt sich (noch) nicht ausrotten ließ. Dass es immer wieder Menschen gibt, die von Egoismus und Fanatismus getrieben werden und so die Frohe Botschaft von einer Erneuerung der Welt, von einer Leben spendenden Hoffnung für alle Menschen zu verhindern scheinen.

Nach so vielen Jahren des Lesens und Hörens von Gottes Wort imponiert mir immer neu die „göttliche Pädagogik": Dass Menschen in der Begegnung mit Gott in ihrem Alltag von ihm herausgerufen werden, um aufzubrechen, ein neues Licht zu sehen, eine neue Hoffnung auch mit den Händen greifen zu können.

„Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt." (Lk 2,11-12)

Das versprochene Zeichen aber werden sie erst finden, wenn sie sich aufgemacht haben nach Bethlehm; wenn sie ihre Zweifel, ihre Ängste und ihre Bedenken überwinden – und wegehen auf eine ungewisse Zukunft hin.

Dies wird auch uns heute wieder zugesagt und zugemutet. Nur so können wir selbst erfahren und anderen verkünden, dass Gottes Licht alle Finsternis der Welt überwindet und erleuchtet. Er allein ist Zukunft für uns und alle Menschen dieser Welt.

Im Namen des Pastoralteams und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer drei Gemeinden wünsche ich ihnen und ihren Familien ein

 

GESEGNETES WEIHNACHTSFEST und GOTTES REICHEN SEGEN FÜR DAS NEUE JAHR 2002!

Ihr Pastor

P. Heinz Schneider SVD

 

 


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