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Liebe Gemeinde ,
dieser Ruf in
der Adventszeit ist immer wieder gen Himmel gesandt worden in den
sogenannten "RORATE - Messen". Aber haben "die
Himmel" auch den Gerechten wirklich gesandt? Ist unser Gebet
(jemals) erhört worden? Ich glaube, es lohnt, über das Gebet
nachzudenken.
Meinen wir nicht, wenn wir
Gott um etwas bitten, dann müsste er direkt darauf eingehen. Paulus
Terwitte ofm sieht im Gebet in erster Linie einen Ausdruck unseres
Vertrauens, indem wir Gott sagen, "dass wir an ihn glauben",
wobei Glauben ja "Sicht-Festmachen" bedeutet. D. h. ich binde
mein Leben, meine Freude, meine Sorgen – aber auch das Leben anderer
an Gott. Deshalb gehört da die Bitte, die Klage, das beständige Rufen
dazu. Aber mehr noch das Lob- und Preisgebet. Ich lobe und preise diesen
Gott, weil Er die Welt geschaffen hat und jeden von uns annimmt und
liebt. Weil Er uns immer wieder auf unsere Fähigkeiten, Möglichkeiten
und unsere Verantwortung hinweist. |
Im Gebet, im
HÖREN auf Gott, kommt mir aus der Tiefe eine Zusage und Kraft, die ich
sonst nirgendwo finden kann. Der Beter legt zwar alles in Gottes Hand
– aber er packt auch mit an, als ob alles Gelingen von ihm abhinge.
Wer meint, er könne Gott beeinflussen (oder sogar zwingen), in einer
bestimmten Weise zu handeln, der vertritt nicht die christliche
Auffassung, sondern mehr eine heidnische Sicht: Ich gebe dir, Gott,
damit du mir gibst. Wir Christen dagegen beten im Vaterunser
immer wieder: "Dein Wille geschehe"! Sind wir uns
bewusst, was dies für Konsequenzen hat?
In dieser Adventszeit wird
uns wieder eine gute Gelegenheit geboten, zur Be-Sinnung zu
kommen: zu erkennen, zu sehen, zu spüren, mit den Sinnen wahrzunehmen,
worauf es in unserem Leben ankommt. "Gottes Wort lebt! Durch
dich.", ist das Motto der diesjährigen ADVENIAT-AKTION für
Argentinien. ".... Durch Dich...", durch jeden von uns!
Ihr/Euer Pastor P. Heinz Schneider SVD |