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Liebe Gemeinde ,
am Sonntag, dem 5. Oktober 2003, werden P.
Arnold Janssen und P. Josef Freinademetz (zusammen mit Daniel
Comboni) in Rom vom Papst heilig gesprochen. Für die Steyler
Ordensfamilie ein großer Tag und eine große Freude. Nicht in
erster Linie werden die drei wegen ihres Wagemutes und
"Erfolges" zur Ehre der Altäre erhoben, sondern die
Kirche stellt sie uns als leuchtende Beispiele hin für Menschen,
die Jesus in besonderer, in "radikaler" Weise
nachfolgten, sich von ihm in Dienst nehmen ließen, um anderen
Menschen die Frohe Botschaft vom Reich Gottes zu bringen.
Ein Steyler Missionar schrieb dazu: Arnold
Janssen war kein großer Theologe. Aber er kam zu einem tiefen
Verständnis des Geheimnisses Gottes, indem er es einfach lebte,
im Gebet und in der Arbeit... Er konnte zuhören und übernahm
gute Ideen von anderen ... Mit seinen Zeitschriften (heute: Stadt
Gottes, Weite Welt, Pico) weckte er die Missionsidee in der
deutschen Kirche und band viele Laien in sein Projekt mit ein
.....
Der derzeitige Generalobere der Steyler
Missionare, P. Antonio Pernia aus den Philippinen, sagt dazu:
Nicht nur der, der in fremde Länder zieht wie
P. Freinademetz, ist ein Missionar, sondern auch der, der bleibt,
wie P. Arnold Janssen. Und das gilt dann auch für Verheiratete:
Auch sie sind Missionare in ihrer Umgebung und auf ihre Weise.... |
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Auch ich möchte dies unterstreichen. Als
Getaufte sind wir alle gesandt, um in unserer Welt Gottes
frohmachende und befreiende Botschaft zu leben und zu verkünden.
Auch wir sind keine großen Theologen – und es kommt ja auch
darauf gar nicht an -. Wenn wir nur dem Geist Gottes in uns Raum
geben! Das Geheimnis Gottes zu leben versuchen; offen zu sein für
den anderen und seine Ideen und Gaben; im Heute gemeinsam suchen
und entdecken, wo und mit welchen Mitteln wir diesen Dienst
sinnvoll und "effektiv" tun können.
Wir leben in einer globalisierten Welt, in der
uns so vieles nahe kommt – aber auf der anderen Seite erleben
wir auch, dass immer mehr Menschen ausgeschlossen werden vom Segen
und Reichtum der Schöpfung; dass anstelle von Versöhnung und
gemeinsamen Bemühungen immer wieder zerstörerische Kräfte, Hass
und Krieg ausbrechen, die nur neue Gewalt hervorrufen.
So bedarf es auch heute engagierter Frauen und
Männer, die sich vom Evangelium inspirieren lassen; die nicht
resignieren und alles anderen überlassen; die mehr in den Gott
vertrauen, der einen Abraham in ein neues Land gerufen hat; der
seinen eigenen Sohn nicht schonte, sondern in unsere Welt sandte;
der durch Jesus einen Petrus und andere Jüngerinnen und Jünger
berief - trotz ihrer Schwächen und Begrenzungen – der auch
Sie/euch und mich mit seinem werbenden und liebenden Augen
anschaut .... Was er uns wohl sagen möchte? Wozu er uns wohl
ruft?
Ihr/Euer
Pastor P. Heinz Schneider SVD |
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