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Vor einiger Zeit schrieb Bischof Homeyer von Hildesheim ein viel beachtetes Hirtenwort
zum Thema Eucharistie(*), also der Heiligen
Messe, worin er auf deren Bedeutung für uns Glaubende im Zusammenhang
mit den tiefgreifenden Entwicklungen und Veränderungen in unserer
Gesellschaft hinweist. Bei der Messefeier geht es ja darum, konkret
"Trauer und Angst, Freude und Hoffnung" (II. Vat. Konzil) der
Menschen heute zu sehen, mitzutragen und im Gottesdienst präsent und
erfahrbar zu machen. Es bedürfe einer eucharistischen Kultur und einer
Kultur des Festes. Wie oft antworten wir auf den Auspruch:
"Geheimnis des Glaubens" mit: "Deinen Tod, o Herr,
verkünden wir; deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in
Herrlichkeit!" Tun wir das wirklich in unserem täglichen Leben?
Glauben wir an die Heilsbedeutung dieser Aussage - auch für uns und
alle Menschen? Es geht nicht darum, nur Traditionen zu erhalten; dafür
zu sorgen, dass unsere Kirchen sich sonntäglich füllen (was sie ja
schon lange nicht mehr tun!) - es geht vielmehr darum, unseren Glauben
lebendig zu erhalten, immer wieder lebenserhaltende Nahrung zu
empfangen, zu kommunizieren mit Gott und den Menschen - um so auch
Suchenden eine mögliche Orientierung zu geben. Und dies geschieht für
uns katholische Christen unübertreffbar (nur) in der Eucharistie, der
Hl. Messe. |
In immer mehr Gemeinden wird es in Zukunft aus den
bekannten Gründen sonntags Wort-Gottes-Feiern geben.
Der Bischof macht aber deutlich: "Die
Eucharistie hat am Sonntag den Vorrang vor jedem anderen Gottesdienst,
die Wort-Gottes-Feiern sind keine Alternative und müssen um so mehr
als eigenständige Alternativen entfaltet werden." Der
theologische Zusammenhang von eucharistischem Hochgebet ,
Brotbrechen und Kommunionempfang
darf nicht aufgelöst werden.
Für seine Diözese zieht Bischof Homeyer daraus
die Konsequenz, dass es an jedem Sonntag (einschließlich
Vorabendmesse) in der Gemeinde nur eine Eucharistie gibt - auch
gemäß dem Rat des Hl. Ignatius von Antiochien: "Bemüht euch,
nur eine Eucharistie zu feiern." Dadurch wird gleichzeitig auch
die Aufforderung Jesu zur Einheit seiner Jüngerinnen und Jünger
verdeutlicht. Es geht vor allem nicht darum, ein
"Supermarkt-Angebot" zu machen.
In den Pfarrgemeinderäten
haben wir uns mit diesem Thema schon mehrmals beschäftigt.
So
soll also in jeder Gemeinde am Samstag oder Sonntag eine Hl.
Messe stattfinden und (ad experimentum) die Gottesdienstzeiten
rotieren, was natürlich noch mehr einen Blick in den Pfarrbrief
sinnvoll und notwendig macht.
Soviel für heute, liebe Gemeinde.
Fortsetzung folgt. -
Ihr/euer Pastor P. Heinz Schneider SVD
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