Das ist doch gar kein Labyrinth, da kann man sich doch gar nicht verirren, bekam ich als Rückmeldung von vielen Kindern, die - mal schnell mal langsam - den etwa 250m langen Weg abgelaufen waren.

das LABYRINTH von CHARTRES auf dem ALTRICHER Schulhof - Gedanken von Gemeindereferentin Dorothea BerresheimUnd tatsächlich ist dieses Labyrinth anders als die, die wir aus Rätseln kennen.
Es ist ein einziger langer Weg der zuerst scheinbar geradewegs zur Mitte, dann aber über viele Windungen und Kehren mal nah an die Mitte herankommen lässt und dann wieder ganz nach außen führt. Erst wenn jede Biegung, jeder Kreis berschritten wurde, gelangt man in die Mitte.

Das Original findet sich in der Kathedrale in Chartres (Eure-et-Loire) in Frankreich und stammt aus dem 13. Jh. Es ist in der Kirche auf dem Boden im Stein sichtbar und dort ganz gezielt im Kirchenraum komponiert. So können wir von diesen alten Baumeistern einiges für unser Leben erfahren:

Unser Lebensweg liegt nicht übersichtlich geordnet und geplant vor uns, auch wenn wir das oft gerne so hätten. Er führt uns auf unserer Suche nach Sinn, erfülltem Leben und Gott viele Kehren und Biegungen.
Gerade wenn wir das Gefühl haben, unser Leben im "Griff" zu haben, wirft uns ein Ereignis "aus der Bahn", führt uns scheinbar wieder ganz weit weg.

Und doch gibt uns dieses Symbol eine Zusage: Es gibt keine Irrwege, wir sind auf dem einen Weg zur Mitte, zu unserer Bestimmung, zu Gott und wenn wir uns gerade am entferntesten glauben sind wir vielleicht kurz vorm Ziel.

Dorothea Berresheim, Gemeindereferentin

Das Labyrinth ist in Originalgröße für den KJG-Treff auf dem Altricher Schulhof aufgemalt worden und bleibt uns jetzt dort eine Zeitlang erhalten.

Herzliche Einladung an alle Gemeindemitglieder unserer Seelsorgeeinheit diese Erfahrung zu machen, diesen Weg einmal zu beschreiten.

 

 

 


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