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Das ist doch gar kein Labyrinth, da kann man sich
doch gar nicht verirren, bekam ich als Rückmeldung von vielen Kindern,
die - mal schnell mal langsam - den etwa 250m langen Weg abgelaufen
waren.
 Und
tatsächlich ist dieses Labyrinth anders als die, die wir aus Rätseln
kennen.
Es ist ein einziger langer Weg der zuerst scheinbar geradewegs zur
Mitte, dann aber über viele Windungen und Kehren mal nah an die Mitte
herankommen lässt und dann wieder ganz nach außen führt. Erst wenn
jede Biegung, jeder Kreis berschritten wurde, gelangt man in die Mitte.
Das Original findet sich in der
Kathedrale in Chartres (Eure-et-Loire) in Frankreich und stammt aus dem
13. Jh. Es ist in der Kirche auf dem Boden im Stein sichtbar und dort
ganz gezielt im Kirchenraum komponiert. So können wir von diesen alten
Baumeistern einiges für unser Leben erfahren:
Unser Lebensweg liegt nicht
übersichtlich geordnet und geplant vor uns, auch wenn wir das oft gerne
so hätten. Er führt uns auf unserer Suche nach Sinn, erfülltem Leben
und Gott viele Kehren und Biegungen.
Gerade wenn wir das Gefühl haben, unser Leben im "Griff" zu
haben, wirft uns ein Ereignis "aus der Bahn", führt uns
scheinbar wieder ganz weit weg.
Und doch gibt uns dieses Symbol eine
Zusage: Es gibt keine Irrwege, wir sind auf dem einen Weg zur Mitte, zu
unserer Bestimmung, zu Gott und wenn wir uns gerade am entferntesten
glauben sind wir vielleicht kurz vorm Ziel.
Dorothea Berresheim, Gemeindereferentin
| Das Labyrinth ist in
Originalgröße für den KJG-Treff
auf dem Altricher Schulhof
aufgemalt worden und bleibt uns jetzt dort eine Zeitlang
erhalten.
Herzliche Einladung an alle
Gemeindemitglieder unserer Seelsorgeeinheit diese Erfahrung zu machen, diesen Weg einmal zu
beschreiten. |
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