Die Sorgen der Satten

Nach der jetzigen Mode sind meine Stiefel drei Zentimeter zu kurz.
Unser neues Auto
wird vier Wochen später geliefert. Die Preise für Zigaretten und Alkohol steigen.
Im Ferienort bekommen wir nur noch ein Zimmer ohne Dusche.
Mein Fußballverein steigt ab.
Der nächste Laden führt nur fünf Sorten Brot.
Schon wieder blieb die Schlankheitskur ohne Erfolg.

Und das ist noch nicht alles.

Ein zweites Mal

 

Könnte ich mein Leben noch einmal von vorn beginnen, würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen. Ich würde entschieden verrückter sein und weniger reinlich.
Ich würde mehr Gelegenheiten beim Schopfe ergreifen und öfter auf Reisen gehen.
Ich würde mehr Schuhsohlen durchlaufen, mehr Eis und weniger Bohnen essen.
Ich würde mehr echte Probleme und weniger eingebildete Nöte haben.

Text: Christa Peikert-Flaspöhler

Text: Gertrude Wilkinson

 
Ich wünsche uns allen, die Ferienzeit dazu zu nutzen

* aufzuatmen, nicht auf das zweite Leben zu warten, und in einigen Dingen entschieden verrückter zu sein

* die Seele baumeln zu lassen, und zu tun, was guttut

* innezuhalten, und nachzuspüren, was wirklich wichtig ist.

Auch wünsche ich uns, ein Stück davon herüberzuretten, in unseren Alltag - und zu den Stationen in unserem Leben, wo die wirklichen Sorgen um Krankheit, Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht uns treffen - um auch dort die Zuversicht Jesu annehmen zu können, der uns zusagt:

"Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht." (Mt 11,28-30)

Ihre Gemeindereferentin Dorothea Berresheim

 

 


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