Liebe Mitchristen,

Vielleicht ist es Ihnen bereits aufgefallen, dass jetzt in der Österlichen Bußzeit nicht nur die Blumen auf dem Altar fehlen, sondern dass sich auch die Zahl der Kerzen verringert hat.

Unsere Liturgie kennt drei Hauptzeiten:

Die "normale" Zeit – die liturgische Farbe ist dann in der Regel grün. Dies ist die Zeit zwischen der Weihnachtszeit und dem Aschermittwoch und die Zeit nach Pfingsten bis vor dem ersten Advent. In dieser Zeit sollen die Kirche und Altar durchschnittlich geschmückt sein; d.h. dass eine Abschwächung und auch eine Steigerung möglich sind.

Die "abgeschwächten" Zeiten sind die Adventszeit und die Fastenzeit, in denen die liturgische Farbe violett ist. In diesen Zeiten soll kein Blumenschmuck auf dem Altar sich befinden und die Zahl der Kerzen geringer sein als zu den "normalen" Zeiten. Dies soll darauf hindeuten, dass wir uns in Vorbereitungsphasen auf die Großfeste unserer Kirche befinden. In diesen violetten Zeiten sollen wir besonders in uns gehen, uns nicht durch Äußerlichkeiten ablenken lassen, um uns ganz einzustimmen auf die kommende Hoch-Zeit unseres Glaubens.

Diese Hoch-Zeiten sind erstens die Weihnachtszeit von Heilig Abend bis Fest Taufe des Herrn (das ist der Sonntag nach dem 6. Januar) und zweitens die Osterzeit von der Osternacht bis einschließlich Pfingstmontag. In diesen Hoch-Zeiten der Kirche ist weiß die liturgische Farbe mit der Ausnahme des Pfingstfestes, an dem zu Ehren des flammenden Heiligen Geistes rot getragen wird. Während dieser Hoch-Zeiten sollen Kirche und Altar mit allem geschmückt sein, was eine Pfarrgemeinde zu bieten hat.

Wir werden in unserer Pfarreiengemeinschaft versuchen, diese Zeiten auch durch den äußeren Schmuck der Kirchen voneinander zu trennen, und dadurch den Sinn dieser Zeiten auch im äußeren Erscheinungsbild des Kirchenraumes zu verdeutlichen.

Die Österliche Bußzeit schreitet voran und das höchste Fest unseres Glaubens steht vor der Tür, das Fest der Auferstehung unseres Herrn und Bruders Jesus Christus. Durch seine Auferstehung hat Jesus den Tod – auch unseren! – überwunden. Das heißt, dass wir durch Gottes Barmherzigkeit leben werden, selbst wenn wir sterben. Das ist der zentrale Punkt unseres Glaubens.

So wünsche ich uns allen für die Tage der Vorbereitung Gottes Beistand und für das kommende Osterfest die Freude und Gewissheit des ewigen Lebens in Gott.

Mit freundlichen Grüßen verbleibe ich

Ihr/Euer Pastor
Thomas Barton

 

 

 

 


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