| Liebe Mitchristen,
wieder einmal ist die
"Närrische Zeit" in vollem Gange. Entstanden ist diese Zeit
im Vorbedacht auf die danach folgende Fastenzeit. In alten Zeiten wurde
in der Fastenzeit wirklich konsequent nicht nur weniger gegessen –
besonders die leckeren Sachen – sondern vor allem auch weniger
gefeiert. Ich erinnere mich noch an meine Kindheit im Internat. Wer das
Pech hatte, in der Fastenzeit Geburtstag zu haben, der durfte nicht
feiern, sondern musste die Feier auf die Zeit nach Ostern verschieben.
Um also diese feierfreie Zeit besser zu überstehen, wurde in den Tagen
vor Aschermittwoch besonders ausgiebig gefeiert, ja vielfach so richtig
"auf den Putz gehauen", wurde eben Fastnacht gefeiert.
Wenn wir heute an die österliche
Bußzeit denken, dann geht es nicht in erster Linie darum, weniger zu
essen (eine Diät um abzunehmen gehört nicht in kirchliche Belange),
sondern diese Zeit dient der Vorbereitung auf die Feier des Todes und
der Auferstehung Jesu Christi. Die Liturgie dieser 40 Tage, zu deren
Mitfeier wir besonders aufgerufen sind, führt uns Stück für Stück
zur Feier der Ostergeheimnisse.
Zwei Tage in dieser Zeit sind
besonders herausgehoben: der Aschermittwoch soll uns den Einstieg in
diese Vorbereitungszeit erleichtern, und der Karfreitag lässt uns
hautnah die Leiden und den Tod Jesu miterleben.
An beiden Tagen sind die
Gläubigen zwischen 14 und 60 Jahren aufgerufen, zu Fasten und
Abstinenz. Das bedeutet, dass wir an diesen beiden Tagen keinerlei
Fleisch- und Wurstwaren essen sollen und uns nur einmal am Tag satt
essen dürfen.
Manch einer mag diese Regelung
für verstaubt und antiquiert halten. Ich finde sie sinnvoll und
hilfreich.
Uns allen wünsche ich eine Zeit,
in der wir uns klar machen können, mit welch unendlicher Liebe Gott uns
liebt, dass sein Sohn Jesus aus Liebe unsere Erlösung erwirkte. So
verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Ihr/Euer Pastor
Thomas Barton
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