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Liebe Närrinnen und Narren, pardon .....
liebe Schwestern und Brüder, Klein und Groß:
Ja, vielleicht haben Sie schon davon gehört,
datt auf der Möhnensitzung zuletzt auch ein Möchtegern-Bischof
anwesend war ....
also Sachen gibt es - datt soll man nicht
glauben ....
Also in Köln, meiner Bischofsstadt, ist ja
sogar ein Diakon in die Bütt gegangen. Das ist so einer wie
unser BSE-Worring ..... BSE .... nicht was sie meinen .... das
heißt nämlich übersetzt „BerufsSchulEducator“ – heute
ist ja alles Englisch .... und der Diakon (nicht unser Worring),
der ist beim Kadenal angezeigt worden, er hätte Witze über
Minderheiten gemacht .... Minderheiten .... dabei hat der nur
ein paar Witze über die Düsseldorfer erzählt.
Apropos Minderheiten: die Büscheider wollen
ja ihre Kapelle umtaufen lassen ... die soll jetzt „St.
Fidelis“ heißen – datt passt ja auch viel besser zu denen
und auch zum P. Fidelis, nicht wahr ..... so klein..... aber
eins hab ich da gesagt: Altrich gehört weiterhin dem Pastor
.... un datt passt auch besser zusammen ..... denn:
„Mir losse de Kirch in Altrich – denn do
gehört se hin – watt soll die dann in Büscheid, dat hat doch
keinen Sinn.
Mir losse de Kirch in Altrich – denn do es
sie zu hus .... denn auf ihrem alen Platz ist sie auch gut im
Schuss, denn ....“
Apropos „gut im Schuss“ – datt stimmt
doch wirklich, nicht wahr: uns Kirch es gut im Schuss – oder
sitzen sie etwa nicht gut und bequem – mit diesen neuen,
tollen Bankauflagen ....
Also einige im Verwaltungsrat (sogar der
Pastor soll dabei gewesen sein...) die wollten ja erst die alten
Bankauflagen wegmachen – und dann die Leute so einige Zeit auf
dem harten Holz sitzen lassen ...... dann wären die nachher
auch bereiter, ein paar Euro’chen mehr springen zu lassen
..... – denn die Polsterauflagen sind ja immer noch nicht
bezahlt ...
„Wer soll die bezahlen? Wer hat die
bestellt? Wer hat so viel Euro, Euro, wer hat so viel Geld?“
Ja, also wer bezahlen soll? Natürlich der
Verwaltungsrat, datt ist doch klar. Der hat die ja auch
bestellt. Nun gibt es da ein Problem, wenn wir den Rest nicht
bezahlen ..... dann werden wir gepfändet und dann werden die
Dinger wieder von der Firma mitgenommen ..... und dann sitzen
Sie wieder auf den harten Bänken .... wie in Büscheid! Wollen
Sie datt etwa? ..... Na, also! ..... Dann aber auch großzügig
mit den Euro’chen, nicht wahr! ... nach Karneval, versteht
sich doch von selbst!
Noch mal zu Büscheid: wissen Sie was paradox
ist? Nein .... Paradox ist, datt es in Büscheid KÖLSCH gibt.
Denn vor kurzem gab es in Köln ein Gerichtsurteil, wonach man
sich oder en Bier nur KÖLSCH nennen dürfte, wenn dies im
Umkreis von 50 KM von Köln läge ..... wie weit sind mir
eigentlich von Köln entfernt....? Da möchte ich mal wissen,
watt der Kölsch dafür berappelt hat, damit der seinen Namen
behalten darf!
Aber mal ernsthaft: die Kölsch's – datt
ist doch eine gute, katholische, messdienerfreundliche Familie,
nicht wahr. Doch es gilt für alle:
„Komm zu den Minis nach Altrich,
komm zu den Messdienern hier.
Friedchen wird dir es bald zeigen;
da lernst du wirklich sehr viel.
Komm zu den Minis nach Altrich,
komm zu den Messdienern hier –
da gibt es viel Kameradschaft –
und auch - Fußballspiel...“
Ja, apropos Friedchen. Da fragt mich der P.
Fidelis doch zuletzt, wie datt eigentlich mit der deutschen
Sprache wäre. Da gäbe es doch so viele Ausnahmen.
Zum Beispiel: Die Frau Lewen, die watt unsere
Küsterin ist – die hat ja ihren Mann, den Matti, an der Seite
– und der wäre also der Küster. Der Mann „“Küst-Er““
– müßte dann nicht die Frau „Küsst-Sie“ heißen?
Da soll mal einer die deutsche Sprache
verstehen!
Ach, da fällt mir ein, ich wollte ja noch
was den Möhnen sagen: Es stimmt, watt die befürchtet haben
..... Datt Friedchen und der Matti haben nicht mehr alles
gemeinsam, wie am Anfang ihrer Ehe .... der Matti soll ja jetzt
wirklich seinen eigenen Hausschlüssel haben ...... und
dabei haben die doch erst vor kurzem ihre Goldene Hochzeit
gefeiert!
Ja, wo war ich denn vorhin stehen geblieben ?
.... ach ja, bei den Minderheiten. Also Büscheid ... ist ja ein
aufstrebender Ort .... da geht es immer bergauf ... oder bergab.
Und weil wir ja jetzt in St. Altrich auch modern geworden sind,
haben wir eine eigene Homepage – also wie soll ich datt
erklären .... datt ist so watt wie eine Zeitung im Space, also
im Weltraum, die man überall un zu jeder Zeit lesen kann ...
und wo auch jeder watt reinschreiben kann .... oder mit Bildern
oder so .... nur braucht man dafür auch einen Rechner, und die
heißen heute auf gut deutsch „Computer“.
Ja, und weil die Familie Kölsch ja auch eine
moderne Landwirtschaftsbetriebs-Familie sein möchte, da haben
die sich auch entschlossen, so einen Computer mit
Internet-Anschluss anzuschaffen.
Datt war ein Spielchen und eine Aufregung!
.... Schon im Laden, denn die wollten unbedingt einen Computer,
der beim Rauffahren (also wie in Büscheid) ein Geräusch wie
ein Trecker macht .....Nun,
die ganze Familie sitzt also andachtsvoll
.... (ist ja eine Messdiener-Familie, nicht wahr) vor dem
Bildschirm ... mit Kindern und allen .... und dann steht da
plötzlich auf dem Bildschirm: „ Geben Sie bitte ihren Code
ein ....“ – und die ganzen Kinder dabei ...... – Da sagt
der Kölsch: Also nee, über dreißig Jahr hamm’ wir unseren
Mist auf’s Feld gebracht – und datt bleibt auch dabei!“
– Nee, also so ne Schweinerei! –
Ja, mit den Computern – sogar im Pfarrbüro
gibt es einen! – da ist das ja etwas ganz besonderes. Die
haben ein sogenanntes Betriebssystem, das „Windows“ heißt.
- Also datt Betriebssystem vom Kölsch kennen wir ja jetzt, wie
die datt mit dem Kot machen .... Und datt Forstbetriebssystem
von dem Merrem kennen sie sicher auch ..... aber jetzt datt
Windows-System, datt stürzt ja so oft ab und da geht da nichts
mehr – weder den Berg rauf, noch den Berg runter – in
Altrich oder in Büscheid, datt ist jetzt mal ganz egal..... –
also „Windows“ ist Englisch und heißt ja „Fenster“ ....
also wenn der Bill Gates, der Erfinder von diesem Fenster, wenn
der, der ja wohl Schreiner war, solche unstabilen Fenster damals
hätte einbauen müssen, dann wär der Prager Fenstersturz
dagegen nix gewesen.....
Also, warum datt Ding Computer heißt ....
sie wissen nicht warum? .... Weil, wenn der mal wieder
abgestürzt ist, dann sitzt der Kölsch davor und sagt:
„Komm .... putt, putt, putt …… kommmm
... putt, putt, putt .....! "
Aber ohne die Computers können wir nicht
mehr leben – auch in der Pfarrei nitt. Und da gibt es einen,
der arbeitet ganz, ganz, ganz im Hintergrund, damit datt all
klappt. Und wer ist datt?
„Ein Männlein sitzt am Schreibtisch,
so manche Stund;
er füttert den Computer mit Nachrichten und –
Sag, wer mag das Männlein sein,
das da sitzt ohne Doro – allein
das da sitzt so ohne Doro - allein?
Das Männlein baut die Homepage für
St.-Andreas.de –
er tut damit verkünden – halleluja, jucheh!
Sag, wer mag das Männlein sein,
das da sitzt ohne Doro – allein
das da sitzt so ohne Doro - allein?
Das Männlein, das braucht Hilfe, von groß,
klein und dick –
damit unsere Homepage aktuell und chick.
Drum Leute, mailt dem Männlein fein,
das da hockt im Berresheim,
das da wartend hockt im Berresheim.“
Ja, ja, die Verkündigung und mir alle als
Kirch, müssen uns schon watt einfallen lassen. Da sind dann all
die modernen Dinger auch nützlich – ävver watt am meisten
hileft, datt ist doch der Jlaube von jedem einzelnen und
wie der gelebt wird.
Da soll vor kurzem hier folgendes passiert
sein:
„Ein fremder Mann stand vor der
Kirchentür,
der so gerne wieder beten wollt –
doch da ist keiner, der ihm rät:
komm, tritt doch einfach ein.
Schon viele Jahre war er nicht mehr hier –
und vieles hat er durchgemacht –
doch dann kommt einer auf ihn zu
und spricht ihn einfach an:
Komm doch und geht mit,
stell dich nicht so an –
du stehst hier die ganze Zeit nur rum;
hast du keinen Mut,
das ist ganz egal -
du wirst seh’n, was der da alles kann!
Der fremde Mann geht vorsichtig hinein
und setzt sich hinten in die Bank –
staunend schweift sein Blick rings umher –
dann fängt er leis zu beten an:
Herrgott, was war ich doch ein dummer Tor,
so lange war ich nicht mehr hier.
Als Kind ging ich so gern zur Mess’ –
und sprach so viel mit dir. –
Da plötzlich wird ihm warm ums Herz, ganz
warm –
und ein Gefühl von Dankbarkeit, ganz stark –
und eine Stimme kam von oben,
die einfach zu ihm sprach:
Ich bin jeck vor Freud’, dass du gekommen bist –
wir fangen noch mal von vorne an;
warst du auch lang weg,
datt ist ganz egal –
komm und bleib bei mir so lang du willst .....
Lalala ......“
Liebe Schwestern und Brüder, wir wollen bei
ihm bleiben – wollen versuchen, auch unser kleines Licht des
Glaubens in dieser Zeit des Karnevals und darüber hinaus
leuchten zu lassen – uns zu freuen und anderen auch Freude zu
machen.
Halleluja - und Helau und Alaaf!
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